Wer eine Scheidung durchleidet oder eine Trennung nach langer Zweisamkeit, ist oft in den Grundfesten erschüttert. Der Plan war anders, und irgendwie ist die Beziehung dann doch auseinandergegangen.
Wir glauben, dass es gut ist, in einer solchen Phase Halt zu bekommen. Darum segnen wir Menschen, die eine Trennung durchlebt haben. In der Karwoche, an der Trennlinie zwischen Trauer und Hoffnung. Es ist ein Gottesdienst, den unsere Gemeinde zusammen mit dem Segensbüro Hätzjeföhl durchführt, und er findet zeitgleich in mindestens fünf Kirchen in Köln und der Region statt – denn manch einer braucht etwas Abstand zum Alltag, zum gewohnten Veedel, um sich dem Erlebten öffnen zu können.
Kommen können alle, die unter ihrer Trennung leiden, die keine Worte finden oder einfach Kraft brauchen. Allein oder auch zusammen – je nachdem, wie es grad aussieht, und was sich stimmig anfühlt. Im Gottesdienst wird es Raum geben, von dem Geschehenen Abschied zu nehmen. Zurückzublicken auf die Trauer, vielleicht auch auf das, wofür wir dankbar sind im Blick auf unsere Beziehung. Es gibt viel Raum für individuelle Gedanken ohne Gespräche, als einzelne in einer Gemeinschaft, die Ähnliches durchlebt hat, jede und jeder auf seine, auf ihre Weise.
Und wer mag, darf einen Segen bekommen. Als Haltepunkt, als Zuspruch, dass wer mitträgt.
15.04.2025 | 19.00 in der Erlöserkirche und in anderen Kirchen in Köln und der Region